pressemappe 2006 - beleza
Aja zählt zu den besten Stimmen unter Österreichs Newcomern. Toni Eberle hat längst seinen Ton gefunden und nach vier eigenen Cd Veröffentlichungen zählt er zu den kreativsten und hingebungsvollsten Gitarristen/Komponisten Österreichs. Beide setzen mit ihrem Debut akustische Impulse. Die natürliche Schwingung zwischen Gitarre und Stimme ergänzt durch Sounds vom Keyboard und Perkussion. Beide lebten und arbeiteten je ein halbes Jahr über dem Atlantik. Aja in New York/New Jersey mit einem Gospelchor. Toni in Salvador/Bahia mit brasilianischen Musikern. Die Songs beseelen durch schlichte Schönheit und Intimität. ‚...ein perfekt harmonierendes Duo welches Namen wie Bakken/Muthspiel um nichts nachsteht....’ (jazzzeit)
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kritiken
cd kritik 'beleza' akustik gitarre 6/06
Die Färbung von Ajas vollendet geführter Stimme heißt eindeutig Soul. Die beiden bewegen sich zwischen duotypischer Intimität und frei schwingender extrovertierter Eleganz. Eberle bewegt sich gitarristisch auf top-niveau, als multistilistisch versierter Begleiter wie als Solist. Um den Vergleich mit Tuck & Patti kommt man nicht herum. Aber Vergleiche hinken bekanntlich. Und tatsächlich bringen die beiden reichlich Eigenes ins Spiel. Aja und Toni zelebrieren die Leichtigkeit des Lebens und das auf eine alles andere als unerträgliche Art und Weise. 'Beleza' ist ein Soundtrack zum Genießen, zum Tagträumen, zum Betrachten von Sonnenuntergängen - aber einer der stellenweise gehörig kickt. 'Ohne Groove kein Leben' ist in den Linernotes zu lesen. Und daran fehlt es hier definitiv nicht. (akustik gitarre)
interview zu 'beleza' kultur 06
p.füßl
ihr habt beide längere auslandsaufenthalte hinter euch: toni war ein halbes Jahr in brasilien, aja hat in new york mit einem gospelchor gearbeitet. Welche erfahrungen habt ihr dort gemacht?
aja&toni
seit jeher haben wir beide einen starken bezug zu afrikanisch verwurzelten musikstilen. unser bedürfnis nach emotionalem ausdruck und einem weg aus dem europäisch oft ‚verhirnten’ herangehen an die musik waren impulse für uns längerfristig in jene kulturen einzutauchen. die identität in sprache und musik ist beeindruckend. bei einem sambakonzert beispielsweise singt das publikum komplexe melodien über songs die mehr harmonien beinhalten als manche jazzstandards und der gospel besteht aus ständig neu improvisierten ‚call&response’ schemen. als musiker fanden wir erstaunlich dass wir innerhalb kurzer zeit geschätzt und akzeptiert wurden. beim musizieren war die rhythmik stets ein schlüssel zum dialog.
p.füßl
inwiefern fließen diese musikalischen erfahrungen nun in ‚beleza’ ein – stilistisch, stimmungsmäßig?
aja&toni
soul und samba fließen auf dieser cd mit jazzigen inputs zusammen. Leute wie stevie wonder und der afro-brasilianische gitarrist baden powell waren schon in jungen jahren unsere wegbegleiter. stimmungsmäßig ist nicht zu überhören dass wir unsere herzen füreinander geöffnet haben.
p.füßl
elf der 13 titel stammen aus eurer feder. wie geht ihr beim komponieren vor? gibt es zuerst die lyrics oder die musik? braucht ihr gewisse stimmungen? was inspiriert euch?
aja&toni
die musik war da. die texte folgten auf die stimmungen der lieder. zeitlosigkeit auf der insel boipeba in ‚timeless’, die einfachheit in ‚simple life’, die geografische distanz zwischen österreich und brasilien im ‚sternchenlied’ erzählen eigene geschichten.
p.füßl
liest man die trackliste dann tanzt ‚o hoamatle’ klarerweise aus der reihe. wenn man es sich anhört passt es aber in eurer ausgefallenen interpretation überraschenderweise sehr gut ins gesamtkonzept. trotzdem: ist das als schmäh gedacht oder als ernst gemeinte hommage an die heimat?
aja&toni
kommt man nach einem halben jahr zurück muss zunächst das verlangen nach ‚kässpätzle und grumpara salot’ gestillt werden. ‚o hoamatle’ repräsentiert bewusst ein stück vorarlberger ‚identität’.
p.füßl
es gibt ja bereits einige vocal-guitar-duos, beispielsweise tuck&patti oder friend’n’fellow. wollt ihr das projekt nach dieser ersten cd weiter entwickeln, in welche richtung soll es gehen?
aja&toni
ein vergleich mit den genannten ergibt sich nicht da unser schwerpunkt ganz klar auf eigenen songs liegt und wir auch des öfteren einen gastmusiker dabei haben. unsere grundinstrumentierung besteht aus akustischer wie elektrischer gitarre, ergänzt durch sounds vom keyboard, perkussion und backing vocals. in der zukunft hat alles platz. wir mögen veränderung.
cd kritik 'beleza' jazzzeit 4/06
Tolle Songs, lyrisch, jazzig, mit intelligenten Texten aber auch mit ausreichend musikalischer Power bringen Aja (voc) und Toni Eberle (git) unter dem CD Titel Beleza. Inspiriertes Songwriting ist nun auch in Österreich des öfteren anzutreffen wie auch die bekannteste Kombination dieser Szenerie Wolfgang Muthspiel und Rebekka Bakken. Aja und Toni Eberle stehen diesen Namen um nichts nach. Der Toni Eberle sorgt für die perfekte Spielwiese, auf der sich die Aja mit perfekter Stimmbeherrschung austoben kann, ob mit Skatgesang oder mit schönen Phrasierungen innerhalb gehobener Pop Songs. Brasilianisches, Soul, Folk und natürlich Jazz sind Bestandteile des perfekt harmonierenden Gitarren-Gesang-Duos das gleich nach der CD Vorstellung in Ö1 positivstes Feedback bekommen hat – und das verdienter Maßen.’ (jazzeit)
cd kritik 'beleza' concerto 3/06
Sängerin Aja und Gitarrist Toni Eberle präsentieren auf der aktuellen CD zu ihrem Projekt eine Mischung aus Latin, Jazz und Pop und sind ein eindeutiger Beweis für die Existenz guter Duos in Österreich. Im Vordergrund steht die Kombination von Ajas ausgebildeter Jazzstimme und Tonis impulsivem Gitarrenspiel und dieses harmonische und intime Geflecht wird durch im Hintergrund gehaltene Keyboard- und Perkussionssounds ergänzt. Als Gastmusiker fungieren Perkussionist Jorgo Mikirosis und Trompeter Herbert Walser und für die Keyboardsounds ist Sängerin Aja selbst verantwortlich. Abgesehen von den Songs ‚O Hoamatle’ und ‚Flor de Lis’ stammen alle Titel aus der Feder des Duos.' (concerto)
